Sonstige Artikel und Bilder

Bericht vom Schiedsrichterseminar 2017

HILFE … die Schiri’s sind weg.

von Albert Helmchen (M  DDul)

Wir schreiben das Jahr 2016. Unendliche Verlockungen (s)eines Weibes. Falk erliegt und kündigt seinen Abschied aus München gen Mainz an. Elf Jahre zuvor zogen sechs Münchner in die Weiten des Dokolandes (Mainz) um die hohen Weihen des Verbandsschiedsrichters zu erwerben. Zehn kleinen Negerlein gleich hat’s einem nach dem anderen zerlegt, zerrissen oder vom Doko verweht. Und somit war’s dann nur noch einer … ich. Das konnte so nicht bleiben! Ich will nicht die Münchner Turniere bis 2050 schiedsen. Also muss Abhilfe her.

Wer würde denn an einem Schiriseminar teilnehmen? Je mehr desto besser, damit wir den Verband dazu bringen das Seminar in München abzuhalten. Meine Jungs und Mädels konnte ich von der Idee rasch begeistern und somit offerierte ich dem Verband zehn bis zwölf Kandidaten. Meine erste Anfrage dort stieß auch gleich auf taube Ohren. Der Norden sei dran, die hätten auch vier Interessenten, können sich aber noch nicht auf einen Ort einigen. ICH HABE MINDESTENS ZEHN UND WIR SIND UNS MIT DEM ORT EINIG!

Überzeugende Argumente fanden dann doch bei den Oberen der Dokoszene Gehör, langsam kam Bewegung rein. Seit der Mitgliederversammlung bin ich auch noch Teil der Regelkommission. Somit konnte ich von München aus den Druck auf die Kommission, also quasi auf mich selbst, erhöhen. Als Termin hielten wir – ohne Einsicht in die Turnierplanung – den 22.07. fest. Mein Hintergedanke war, dass Basti Stüwe (ein Teilnehmer) an diesem Tag Geburtstag hat und uns anschließend gleich auf seine Geburtstagsfeier einladen darf.  Nebenbei ist das auch noch Falks Geburtstag, der an allem Schuld ist. Wenn das nicht ein Wink des Schicksals ist.

Die Münchner wurden mit Unterlagen und Informationen versorgt. Ferner der Androhung, wer durchfällt muss baden gehen. Entweder splitterfasernackt oder in voller Montur. In den Pool …  Und so kam es dann auch … 14 Teilnehmer … 8 haben bestanden. Eine kam nicht zur Feier.

Herzlichen Glückwunsch an unsere neuen Verbandsschiedsrichter im Süden:

Melissa Schmoll (F BiFü)

Claudia Weidmann  *  Eva Kenntner  * Wiebke Lüth  * Andreas Fritz  * Andreas Hendricks  * Jörn Gingter  * Johannes Wodsak (alle M DDul)

 

Nachruf

Ruth Zimny

1931 – 2017

In Schlesien geboren kam Ruth nach der Vertreibung 1945 nach Brandenburg. Hier lernte sie in der Schule ihren späteren Ehemann Georg kennen. Über Umwege kamen die beiden letztlich nach München und heirateten 1955.

Die Familie, ihre zwei Kinder und Enkel waren Ruths Lebensmittelpunkt. 

Ihre zweite große Liebe galt den Karten. Früh spielte sie bereits in privater Runde Doppelkopf und besuchte seit 1988 regelmäßig unsere Spieleabende, zuletzt unser Weihnachtsturnier 2016.

Ruth war eine begeisterte, engagierte, immer aufmerksame Kartenspielerin; wegen ihrer ruhigen und freundlichen Art war sie bei allen Mitspielern beliebt. Wir werden Ruth immer in bester Erinnerung behalten.

Doko-Workshop 2017

Eine Weißwurst …
von Albert Helmchen (M  DDul)

... muss man nach alter bayerischer Tradition vor 12 Uhr essen. Eine der möglichen Esstechniken ist das „Auszuzln“. Und so ein Gefühl hab ich heute am Montagmorgen auch. Ich spüre was die Weißwurst fühlt, incl. Glücksgefühle. Ich war nämlich beim 4-tägigen Doko-Workshop.

Der Ort dieser Veranstaltung liegt im Gebiet der Gemeinde Rheurdt, weltbekannt durch das Naturschutzgebiet Staatsforst Rheurdt/Littard sowie das Schloss Leyenburg, der ehemalige Landsitz der Familie von der Leyen. Also idyllische Lage und ansonsten …

Somit ideale Bedingungen für nachtaktive Doko-Süchtlinge.

Der Workshop begann am Donnerstag um 17 Uhr 15 in der cvjm-Jugendherberge mit einer Vorstellungsrunde. Einunddreißig Doko-Vampire  (Jünglinge, Süchtige, Onlinespieler) trafen auf zehn Trainer. Nach dem Abendessen wurde auch gleich gespielt. Wir Trainer haben zugeguckt um uns ein Bild von der Spielstärke der Teilnehmer zu machen. Vom Kaltblut über Stuten bis zum Araberhengst war alles vertreten.

Der Freitag begann dann nach dem Frühstück mit Gedächtnistraining. Nun ja. Selbst ich werde nicht jünger. Ich bemerke diesen Zustand nachlassender geistiger Potenz auch bei mir selbst. Genauer gesagt hatte mein zweibeiniges Weibchen daheim selbständig die Wohnung verlassen. Der Haken an der Sache war der, dass der Schlüssel noch von innen steckte. So ein Gedächtnistraining kann durchaus im Alltag nützlich sein …

Aber zurück zum Workshop. Nachdem Verena erfolgreich über ihre Hochzeit(en) referiert hatte - Stichwort: unterstütze deinen Partner - wurden praktische Übungen vollzogen. Also eine Art Hochzeitsnacht mit 31 Personen. Nunja, mir fällt da ein anderes Wort dazu ein, dass fängt mit Rudelb... an.

Terry hat das Rumnudeln dann beendet und zwischendurch über weiße Ritter mit Igeln und Ninjas mit Jagdhunden referiert, bevor er über das Eheleben im Allgemeinen berichtete. Genauer gesagt hieß das Thema: Faustformeln. Sozusagen schlagkräftige Elemente in der Ehe.

Nach der Feststellung, dass das Glück dieser Erde doch nicht auf dem Rücken der Damen liegt wurde die potentielle Möglichkeit des „Alleinseins“ noch vorgestellt. Nebst praktischen Hand-übungen. Diese Übungen konnten in einer zweiten Gruppe vertieft werden. Hier ging es um mehrere Formen der Soloanwendung incl. Äffchentrick. Happy End garantiert.

Wer bis dahin noch unbefriedigt war, wählte beim Dodge die Nordstellung. Mit durchschnittlich 11,73 Trümpfen ausgestattet war der Höhepunkt nicht mehr aufzuhalten. Ich sage nur: Alles für die Position! (P.S. der Autor neigt sehr oft bis oft  zu Übertreibungen – kleiner Hinweis falls dies noch nicht aufgefallen ist …).

Am Sonntag wurde die ganze Theorie dann in einem zweiründigen Turnier umgesetzt. Doch hierbei ließen die Trainer nix anbrennen – Motto: was man hat, das hat man.

Nach diesen vier Tagen war zumindest ich völlig leer und die frisch gestärkten Vampire konnten nach Hause entlassen werden um ihren zukünftigen Opfern das Punkteblut auszusaugen. Das Rüstzeug hierfür haben sie in jeden Fall mitbekommen.

Nehmt Euch also in Acht wenn ihr in Zukunft hört: „Ich war beim Doko-Workshop“.