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Der Lauf meines Lebens (Tim Marx, MZ DR)

Es ist ein ganz normaler Spieltag in Mainz. Die Runde läuft ganz klassisch, bis zum Spiel 16 habe ich nur einstellige Zahlen auf dem Zettel stehen, Pflichtsolo ist auch noch offen.

Aktueller Stand ist also +8 Punkte.

 

Jetzt kommt dieses Pflichtsolo in meine Finger.

Ausspiel Herz Bube, leichtes Zögern an 2, Kontra von Spieler 3. Die Buben sitzen aber 2-1, RE gesagt, unter 90 gespielt  -->  +18

 

Nächstes Spiel, ich an 3 mit dem nächsten soloverdächtigen Blatt.

Ist ja "nur" Vereinsabend, da kann man die Damen versuchen. Ausspiel Karo As, hinter mir leichtes Theater. Karo nach, As von mir und Abstechen mit Kontra von 4. Jetzt Herz Anschub, As vor mir. Herz nach, gestochen, hinter mir zwar frei aber...

Damen fallen dann, in Pik 3 Stiche gemacht - gewonnen  -->  +9

Weiter geht es mit der nächsten Versuchung, ich sitze an 2. Normalspiel sehe ich nicht zwingend gewonnen, also Buben zur Lust getauft.

Trümpfe sitzen friedlich, blankes As nicht gefunden, kein Abstecher in Pik - auch gewonnen, nochmal +9

 

Nun habe ich Anspiel und nehme folgenden Brecher auf.

Keine 90 angesagt, Pik fällt dann auch noch komplett, unter 60 gespielt  - weitere +18

Letztes Spiel in der Runde, ich gebe mir selbst dieses Blatt. Da es gerade läuft, taufe ich die Damen zur Lust.

Ich werde in Kreuz angeschoben (!), erste Dame mit RE, jeder bedient. Zweite Dame mit keine 90, alle Trumpf entsorgt. Ansage keine 60 (leicht gezockt).

Pik steht, also nur ein Abgeber  -->  +21

 

Die Reaktionen meiner Mitspieler lagen in diesen Minuten zwischen wüsten Beschimpfungen und "standing ovations".

+75 aus 5 Spielen, das hatte ich in meiner langen Karriere sicher noch nie.

Und jetzt ratet mal, wer am nächsten Spielabend in Darmstadt mit -40 und -46 heimgeschickt wurde Stirnrunzelnd

Kommentar von Sandy | 19.11.17

Test Test Test :-) Danke Tim

Antwort von Tim Marx

An den Feinheiten zu der Kommentarfunktion wird noch gearbeitet.

Kommentar von Wilko | 21.11.17

Ja, das war schon ein echt heftiger Lauf ;-) Aber ordentlich durchgezogen!

Bericht vom Schiedsrichterseminar 2017

HILFE … die Schiri’s sind weg.

von Albert Helmchen (M  DDul)

Wir schreiben das Jahr 2016. Unendliche Verlockungen (s)eines Weibes. Falk erliegt und kündigt seinen Abschied aus München gen Mainz an. Elf Jahre zuvor zogen sechs Münchner in die Weiten des Dokolandes (Mainz) um die hohen Weihen des Verbandsschiedsrichters zu erwerben. Zehn kleinen Negerlein gleich hat’s einem nach dem anderen zerlegt, zerrissen oder vom Doko verweht. Und somit war’s dann nur noch einer … ich. Das konnte so nicht bleiben! Ich will nicht die Münchner Turniere bis 2050 schiedsen. Also muss Abhilfe her.

Wer würde denn an einem Schiriseminar teilnehmen? Je mehr desto besser, damit wir den Verband dazu bringen das Seminar in München abzuhalten. Meine Jungs und Mädels konnte ich von der Idee rasch begeistern und somit offerierte ich dem Verband zehn bis zwölf Kandidaten. Meine erste Anfrage dort stieß auch gleich auf taube Ohren. Der Norden sei dran, die hätten auch vier Interessenten, können sich aber noch nicht auf einen Ort einigen. ICH HABE MINDESTENS ZEHN UND WIR SIND UNS MIT DEM ORT EINIG!

Überzeugende Argumente fanden dann doch bei den Oberen der Dokoszene Gehör, langsam kam Bewegung rein. Seit der Mitgliederversammlung bin ich auch noch Teil der Regelkommission. Somit konnte ich von München aus den Druck auf die Kommission, also quasi auf mich selbst, erhöhen. Als Termin hielten wir – ohne Einsicht in die Turnierplanung – den 22.07. fest. Mein Hintergedanke war, dass Basti Stüwe (ein Teilnehmer) an diesem Tag Geburtstag hat und uns anschließend gleich auf seine Geburtstagsfeier einladen darf.  Nebenbei ist das auch noch Falks Geburtstag, der an allem Schuld ist. Wenn das nicht ein Wink des Schicksals ist.

Die Münchner wurden mit Unterlagen und Informationen versorgt. Ferner der Androhung, wer durchfällt muss baden gehen. Entweder splitterfasernackt oder in voller Montur. In den Pool …  Und so kam es dann auch … 14 Teilnehmer … 8 haben bestanden. Eine kam nicht zur Feier.

Herzlichen Glückwunsch an unsere neuen Verbandsschiedsrichter im Süden:

Melissa Schmoll (F BiFü)

Claudia Weidmann  *  Eva Kenntner  * Wiebke Lüth  * Andreas Fritz  * Andreas Hendricks  * Jörn Gingter  * Johannes Wodsak (alle M DDul)

 

Nachruf

Ruth Zimny

1931 – 2017

In Schlesien geboren kam Ruth nach der Vertreibung 1945 nach Brandenburg. Hier lernte sie in der Schule ihren späteren Ehemann Georg kennen. Über Umwege kamen die beiden letztlich nach München und heirateten 1955.

Die Familie, ihre zwei Kinder und Enkel waren Ruths Lebensmittelpunkt. 

Ihre zweite große Liebe galt den Karten. Früh spielte sie bereits in privater Runde Doppelkopf und besuchte seit 1988 regelmäßig unsere Spieleabende, zuletzt unser Weihnachtsturnier 2016.

Ruth war eine begeisterte, engagierte, immer aufmerksame Kartenspielerin; wegen ihrer ruhigen und freundlichen Art war sie bei allen Mitspielern beliebt. Wir werden Ruth immer in bester Erinnerung behalten.